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25.02.2025

Fake-Bewertungen im Schutze der Anonymität

Plattformen tun zu wenig gegen missbräuchliche Rezensionen

Online-Bewertungen sorgen für Transparenz und bieten den Konsumenten eine nützliche Orientierung. Soweit die landläufige Meinung. Leider verstecken sich die Bewertenden oft in der Anonymität, was Fake- oder Rachebewertungen begünstigt – und Erpressungen ermöglicht.

Auch wenn zum Glück die meisten Bewertungen in den Weiten des Netzes positiv sind, gibt es nicht selten auch übertriebene oder verletzende Beschwerden, sogar mit der Absicht, Betriebe gezielt zu schädigen. Ob die Kommentare auf echten Erlebnissen beruhen, lässt sich kaum überprüfen.

Wer schützt die Unternehmen?

Das ist bedrohlich, zumal die Möglichkeiten der Betriebe, sich gegen rufschädigende und persönlichkeitsverletzende Kommentare zu wehren, eher theoretischer Natur sind. Die internationalen Plattformen sind wenig kooperativ, obwohl es klar unlauter ist, wenn Unternehmen durch Äusserungen unrichtig, irreführend oder unnötig verletzend herabgesetzt werden.

Es ist gegen das Gesetz, Betriebe oder Produkte anzuschwärzen und auf schwerwiegende Weise verächtlich zu machen. Betroffene Unternehmen haben eigentlich die Möglichkeit, gegen herabsetzende oder irreführende Äusserungen sowie gegen die Verletzung von Persönlichkeitsrechten zivilrechtlich vorzugehen und sogar Schadenersatz geltend zu machen.

Plattformen in die Pflicht nehmen

Leider reicht das im weltweiten Wirrwarr des Internets nicht aus, um missbräuchliche Online-Bewertungen erfolgreich zu bekämpfen. Die Plattformen tun bisher zu wenig, um die Echtheit von Bewertungen zu prüfen. In der Regel stellen sie nicht sicher, dass die Verfasser von Rezensionen tatsächlich im Unternehmen waren. Zudem reagieren sie oft sehr langsam oder gar nicht, wenn ein Unternehmen ihnen eine missbräuchliche Bewertung meldet.

Es braucht Massnahmen, um die Unternehmen besser zu schützen. Die Beweislast in Bezug auf die Richtigkeit von Onlinebewertungen soll bei den Plattformen liegen. Es braucht ein Gleichgewicht zwischen der Meinungsfreiheit, den Konsumentenrechten und dem Schutz von Unternehmen vor Missbräuchen!

Maurus Ebneter
Präsident Wirteverband Basel-Stadt


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