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25.03.2026

«Begrenzung löst Probleme nicht»

GastroSuisse äussert sich zur 10-Millionen-Initiative

Das Gastgewerbe ist auf Zuwanderung angewiesen. Ohne diese Arbeitskräfte drohen Betriebsschliessungen, kürzere Öffnungszeiten und steigende Preise. Die «10-Millionen-Initiative» droht die Personenfreizügigkeit mit der EU auszuhebeln und somit das Gastgewerbe hart zu treffen.

Die Initiative sei ein «Frontalangriff auf unsere Branche», schreibt GastroSuisse. Sie würde die Personenfreizügigkeit mit der EU faktisch aushebeln. Zwei von drei gastgewerblichen Betrieben beschäftigen EU- oder EFTA-Personal, wie eine aktuelle Mitgliederumfrage zeige.

«Wer die Zuwanderung massiv einschränkt, legt Restaurants und Hotels lahm», warnt GastroSuisse-Präsident Beat Imhof. GastroSuisse nehme die Sorgen der Bevölkerung zur Zuwanderung ernst. Das Gastgewerbe investiere seit Jahren in die Berufsbildung, fördere den Nachwuchs und schöpfe das Potenzial inländischer Fachkräfte aus.

«Diese Anstrengungen sind wichtig, aber sie reichen nicht aus, um den strukturellen Fachkräftemangel zu decken», so Imhof. Aufgrund der demografischen Entwicklung werde die Schweiz auch künftig auf Zuwanderung angewiesen sein, insbesondere in arbeitsintensiven Branchen wie dem Gastgewerbe.

Das Gastgewerbe steht schon heute unter Druck. Die Personalkosten machen 51 Prozent eines Umsatzfrankens aus. Anfangs Jahrtausend waren es noch 43 Prozent. Gleichzeitig sinken die Margen.

«Eine weitere Verknappung des Arbeitsmarktes würde die Kosten weiter in die Höhe treiben», sagt Kareen Vaisbrot, Direktorin von GastroSuisse. «Das können unsere Betriebe nicht verkraften», sagt sie. Für die Bevölkerung wären die Folgen unmittelbar spürbar: verkürzte Öffnungszeiten, höhere Preise, ein schlechteres Angebot und mehr Betriebsschliessungen.

GastroSuisse anerkennt, dass das Bevölkerungswachstum Herausforderungen mit sich bringt – etwa beim Wohnraum, bei der Infrastruktur oder der Lebensqualität. Diese Fragen verdienten gezielte Lösungen. Der Bundesrat sei gefordert.

«Eine gelingende Integration ist zentral. Wer in der Schweiz bleiben möchte, soll auch am Arbeitsleben teilhaben. Eine starre Begrenzung löst jedoch keines dieser Probleme. Sie schwächt stattdessen systemrelevante Branchen wie das Gastgewerbe», sagt Imhof.


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